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Der Kommunikationstreff für Gehörlose und Freunde hat am Freitag, den 25. April 2003 zu einem besonderen Vortrag im Clubheim für Gehörlose und Schwerhörige in Neuwied eingeladen. Über 80 Personen, darunter auch mehrere Hörende und Gäste aus Essen, Köln, Bonn u.a. waren anwesend, so dass der Raum im Clubheim kaum ausreichte. Dr. Olaf Fritsche, freier Wissenschaftsjournalist aus Heidelberg, referierte zu dem Thema " Du kannst nicht sehen, was ich sage, - ich kann nicht hören, was du gebärdest". Zwei GebärdensprachdolmetscherInnen ( Herr Heumann aus Bad Hönningen und Frau Beilmann aus Essen ) sorgten dafür, dass Hörende und Gehörlose verstehen konnten. Diese Veranstaltung konnte dank finanzieller Unterstützung vom Landesverband der Gehörlosen Rheinland-Pfalz e.V. durchgeführt werden. Kursfassungstitel von Dr. Fritsche: Um diese Frage kreiste Dr. Fritsches Referat weiter – Passen die Welten der Gehörlosen und Hörenden zusammen? Er redete über seine persönlichen Erfahrungen und suchte nach Gründen für diese Erfahrungen. Er betonte immer wieder, dass das "keine wissenschaftlichen Erkenntnisse seien. Andere Menschen können ganz andere Erfahrungen machen. Und hier beim Infoabend können andere Erfahrungen gesammelt und miteinander ausgetauscht werden." Keine Ahnung und keine Ehrlichkeit- Was denken Hörende
über Gehörlose? Und was denken Gehörlose über Hörende? – Wollen
Gehörlose eigentlich Kontakt zu Hörenden? In der Pause gab es an der zweiten Minitheke eine Auswahl an zahlreichen Weinen. Die Weine kamen vom Weingut Lunnebach aus Güls bei Koblenz, die unser Teammitglied Johannes Bildhauer besorgt hat. Ein anderes Teammitglied, Dorty Klein, hat als Mini-Vesper Pizzarette angeboten, die in wenigen Minuten vergriffen waren. Nach der Pause wurden von Dr. Fritsche weitere Themen angesprochen: Gleichberechtigung ist schwer- für beide Seiten
Zum Schluss gab es eine lange Diskussion zwischen den Hörenden und den Gehörlosen. Besonders das Thema " Fühlen sich Gehörlose von Hörenden bevormundet" wurde diskutiert. Nach dem Infoabend waren noch erstaunlich viele Leute bis zum späten Abend im Clubheim geblieben, auch einige Hörende sind noch lange geblieben. Man sieht schon – beide Gruppen gehen langsam aufeinander zu, verstehen einander und akzeptieren sich. |
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